Importe aus Frankreich?
- Beschreibung
Beschreibung
Als Museumsdirektor in Zwickau und als Leiter des Kunstvereins in Hamburg war Dr. Hildebrand Gurlitt (1895-1956) wiederholt auf Ablehnung konservativer Kreise gestoßen. Denn er favorisierte moderne Kunst. Als er 1933 sein Amt niederlegen musste, wechselte er in den Kunsthandel. Dort zählte er - trotz seiner jüdischen Herkunft - bald zu den einflussreichsten Händlern des NS-Staats. Im Kontext der Aktion „Entartete Kunst“ (1937) war er autorisiert, beschlagnahmte Werke zu verkaufen. 1943 stieg er zum Haupteinkäufer für den „Sonderauftrag Linz“ im besetzten Frankreich auf.
- Herkunft
Herkunft
Das Museum erwarb 1943 drei Gemälde bei Gurlitt in Dresden, darunter „Balthasar Denner, Alte Frau“ und „Ferdinand Rayski, Gustav Baron von Normann“. In den Geschäftsbüchern Gurlitts ist bei diesen als Vorbesitzer der Kunsthändler Theo Hermsen, Paris, angeben. Doch vermutlich befanden sie sich längst in Gurlitts Besitz. War für Devisenbeschaffung ein Import aus Frankreich fingiert worden?
- Wie sieht die Rückseite aus?



