Verlust der Moderne
- Beschreibung
Beschreibung
Ab 1933 geriet die klassische Moderne in den Fokus der Nationalsozialisten. Deren Hetze erreichte 1935 Dortmund. Im „Haus der Kunst“ wurde die Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt mit Bildern von Paul Klee, Georg Grosz und Otto Dix. Die „Große antibolschewistische Schau“ in der Hochschule für Lehrerbildung verschärfte 1937 die Propaganda. Ihre Abteilung „Kulturbolschewismus“ nahm die Ästhetik der Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ (1937) vorweg. Im August 1937 beschlagnahmte eine Kommission der Reichskulturkammer 11 Gemälde, 1 Skulptur, 81 Grafiken und 25 Grafikmappen im Museum für Kunst und Kulturgeschichte.
- Herkunft
Herkunft
Dazu gehörte auch das Gemälde „Das Ruhrtal bei Herdecke“, das im Original „Blaue Berge“ heißt. Der Düsseldorfer Galeristen Alfred Flechtheim (1878-1937) hatte es 1922 dem Dortmunder Museum geschenkt. Nach der Beschlagnahme entfernten die Nationalsozialisten die Signatur CR zwecks besserer Verkäuflichkeit des Bildes. 1954 wurde es im Stuttgarter Kunstkabinett Ketterer, Stuttgart zurückerworben.

