Zur Ansicht von der Galerie Luz
- Beschreibung
Beschreibung
Louis Gurlitt (1812-1897) hatte an der Kopenhagener Kunstakademie studiert. Er malte naturnahe wie ideale Landschaftsbilder. Auf der Suche nach immer neuen Motiven reiste er durch die Länder Europas. Er besuchte Norwegen, Schweden, Dänemark, Schleswig-Holstein, Dalmatien, Ungarn, Griechenland, Spanien und Italien.
Das Gemälde zeigt die in sanftes Abendlicht getauchte Bucht von Palermo und bietet einen Blick auf den Monte Pellegrino. Gurlitt hat das Motiv des Bildes wiederholt aufgegriffen. Eine Variante befindet sich in den Görlitzer Sammlungen.
- Herkunft
Herkunft
Der Vorbesitzer des Gemäldes „Monte Pellegrino“ war der in Berlin ansässige österreichische Architekt Prof. Dr. h.c. Emil von Mecenseffy (1863-1945), der 1919 von seinem Vater eine Kunstsammlung geerbt hatte. Nachdem er das Bild zunächst vergeblich der Nationalgalerie in Berlin angeboten hatte, konnte das Gemälde über die Berliner Galerie Dr. W.A. Luz 1939 nach Dortmund verkaufen werden.
Dr. Wilhelm August Luz (1892-1959) gehörte zu den wichtigsten Kunsthändlern Berlins. Sein Schwerpunkt lag auf der Malerei der Romantik. Adolf Hitler zählte zu seinen Kunden ebenso wie Dr. Hans Posse, der „Sonderbeauftragte“ für den Aufbau des Hitlermuseums in Linz. Luz verfügte über gute Beziehungen zur Nationalgalerie und belieferte darüber hinaus viele deutsche Museen mit Kunst des 19. Jahrhunderts. Anfangs bot er seine Bilder günstig an. Der Zweite Weltkrieg ließ auch seine Preise in die Höhe schnellen, was der Kauflust der Museen keinen Abbruch tat. Das Dortmunder Museum erwarb 1939-1948 bei ihm zehn Gemälde für 107.650 RM. Da die Geschäftsunterlagen der Galerie Dr. W. A. Luz verbrannt sind, ist in der Regel wenig über die Provenienz der Bilder zu erfahren, mit denen er gehandelt hat. Das Gemälde „Monte Pellegrino bildet diesbezüglich eine Ausnahme.
- Wie sieht die Rückseite aus?



